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Hallo, ich bin Schnugi

...und möchte Euch etwas über eine traurige Kindheit erzählen

Ich bin ein kleiner Teddybär und war der einzige Zeuge, der einzige Tröster und manchmal auch der Lebensretter in jahrelangem Leid. Viele Kinder erleben ähnliches wie das Kind, von dem ich erzähle. Sie fühlen sich allein, haben Angst und wissen nicht, wem sie vertrauen können. Auf dieser Seite möchte ich dir zeigen, dass du nicht allein bist und wo du Hilfe finden kannst.

Wie kannst du dich wehren? Wem kannst du dich anvertrauen?

Auch wenn es in der Familie passiert

Es ist besonders schwer, über Misshandlung zu sprechen, wenn sie zuhause passiert. Aber es gibt Menschen, die dir helfen können und wollen:

  • Lehrer*innen oder Schulsozialarbeiter*innen - Sie sind speziell ausgebildet und können dir helfen
  • Kinder- und Jugendtelefon - Hier kannst du anonym anrufen (Nummern findest du unten)
  • Kinderärzt*innen - Sie unterliegen der Schweigepflicht, können aber Hilfe organisieren
  • Vertrauenspersonen - Tanten, Onkel, Freund*innen der Familie, Sporttrainer*innen

Du hast das Recht, sicher und geschützt aufzuwachsen. Wenn dir jemand wehtut, ist das niemals deine Schuld. Es ist mutig, Hilfe zu suchen!

Hier findest du direkte Hilfsangebote

Sieht es bei dir auch manchmal so aus?

Viele Kinder und Jugendliche, die Schlimmes erlebt haben, zeigen verschiedene Anzeichen von Leid. Das können Selbstverletzungen sein, aber auch andere Verhaltensweisen, um mit den schmerzhaften Gefühlen umzugehen.

Ritzen

Sich mit scharfen Gegenständen schneiden

Haare abrasieren

Sich kahl rasieren oder Haare ausreißen

Augenbrauen abrasieren

Alle Haare an den Augenbrauen entfernen

Fingernägel abkauen

Nägel bis ins Fleisch abbeißen

Verbrennen

Sich selbst mit Feuer oder heißen Gegenständen verletzen

Sich schlagen

Mit der Faust gegen Wände schlagen oder sich selbst schlagen

Einsamkeit

Ziehst du dich zurück? Traust du dich mit niemandem zu reden? Fühlst du dich isoliert und allein?

Drogen/Alkohol

Nimmst du Substanzen, um die Gefühle zu betäuben? Flüchtest du in Alkohol oder Drogen, um den Schmerz zu vergessen?

Wichtig zu wissen

Diese Verhaltensweisen sind Zeichen von großem inneren Schmerz. Sie sind keine Lösung, aber sie zeigen, dass du Hilfe brauchst. Es gibt gesündere Wege, mit schwierigen Gefühlen umzugehen. Professionelle Hilfe kann dir dabei zeigen, wie.

Egal ob Selbstverletzung, Rückzug oder Substanzkonsum - alle diese Dinge sind Hilferufe deiner Seele. Du musst nicht alleine damit bleiben!

Über das Buch und die Autorin

Mia Dalmasso

Die Autorin des Buches "Geschändet - Die traurige Kindheit von Lara R." hat selbst Erfahrung mit den Folgen von Kindheitstraumata. Mit diesem Buch möchte sie betroffenen Kindern eine Stimme geben und zeigen, dass sie nicht allein sind.

Ihre Homepage findest du unter: miadalmasso.com

Du kannst Mia auch direkt kontaktieren: miadalmasso@gmx.ch

Leseprobe aus "Geschändet"

"In der dunkelsten Ecke des Zimmers saß ich, den kleinen braunen Teddy an mich gedrückt. Schnugi war der Einzige, der alles sah, der Einzige, der nicht wegschaute. Seine Knopfaugen schienen zu verstehen, was Worte nicht ausdrücken konnten. In Nächten, in denen die Schreie durch die Wände hallten, war es sein weiches Fell, das meine Tränen auffing..."

Mehr vom Buch lesen

Missbrauch und Misshandlung in der Schweiz

Diese Zahlen zeigen, wie viele Kinder betroffen sind. Die Dunkelziffer ist allerdings viel höher, weil viele Fälle nie gemeldet werden.

1'500

gemeldete Fälle von Kindesmisshandlung pro Jahr in der Schweiz

~30x

so hoch schätzen Expert*innen die tatsächliche Anzahl (Dunkelziffer)

2 Jahre

dauert es im Schnitt von der Anzeige bis zur Verurteilung

30%

der Fälle werden überhaupt vor Gericht verhandelt

Der Weg von der Anzeige bis zur möglichen Verurteilung der Täter*innen ist lang und schwierig. Viele Betroffene trauen sich nicht, etwas zu sagen, weil sie Angst haben oder sich schämen. Das ist verständlich, aber es gibt Hilfe und Unterstützung auf diesem Weg.

Hilfsangebote für Kinder und Jugendliche

Hier findest du Organisationen, die dir helfen können. Alle Gespräche sind vertraulich, und du kannst auch anonym bleiben.

Wichtig: Bei akuter Gefahr ruf bitte sofort die Polizei unter 117 (Schweiz) oder 110 (Deutschland/Österreich)!